gegenwind_neuLiebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

heute möchten wir Ihnen allen zunächst für Ihr großes Engagement in den zurückliegenden drei  Monaten recht herzlich danken.

Wir haben sehr erfolgreich unseren Argumenten Gehör und – wichtiger noch – breite Zustimmung verschafft.

Dem kleinen Pressespiegel unten können Sie entnehmen, dass als Reaktion auf unser Engagement

  • im November 2015 die RNZ (Kommentar: „Hier nicht!),
  • ebenfalls im November nach und nach eine deutliche Mehrheit des Heidelberger Gemeinderates (siehe die Stellungnahmen der Parteien CDU, SPD, FDP, Freie Wähler, Die Heidelberger und Die Grünen)
  • im Dezember die um Stellungnahme gebetenen Ämter der  Stadt Heidelberg und die Verwaltung der Stadt Heidelberg
  • im Rahmen des Gremienlauf am 21.1.2016 die Heidelberger Bezirksbeiräte,
  • am 4.2.2016 die zuständigen Ausschüsse des Heidelberger Gemeinderates
  • und abschließend am 18.2 der Heidelberger Gemeinderat

Windkraftkonzentrationszonen rund um Ziegelhausen und Schlierbach sowie auf dem Hohen Nistler vollumfänglich ablehnen!

Damit wurden alle Ziele unsere Initiative erreicht.

Wir werten die Entscheidung des Gemeinderates als ausdrücklichen Beleg funktionierender demokratischer Prozesse in der Heidelberger Bürgergesellschaft und beabsichtigen, uns auch künftig bei kommunalpolitischen Themen konstruktiv und sachlich zu beteiligen, sei es durch Gegenwind oder Rückenwind. Wir können beides!

Ihr Team von Gegenwind21.org und Rückenwind21.org

Presseschau

RNZ 17.10.2015: Wohin mit der Windkraft in Heidelberg? RNZ 02.11.2015: Windkraft bei Dossenheim: “Nein” heißt es aus Handschuhsheim RNZ 02.11.2015: Auch in Ziegelhausen regt sich Widerstand RNZ 10.11.2015: Spricht sich der Heidelberger Gemeinderat gegen Windräder aus? RNZ 13.11.2015: Windkraft in Heidelberg? “Noch ist nichts entschieden” RNZ 15.11.2015: Widerstand gegen Windkraft vor allem in Handschuhsheim RNZ 19.11.2015: Immer mehr Gegner für mögliche Standorte für Windräder in Heidelberg RNZ 10.12.2015: Heidelbergs Grüne zur Windkraft: Viel Diskussion, einstimmiges Votum RNZ 12.12.2015: Heidelberg besser ganz ohne Windräder? RNZ 3.2.2016 Doppelte Sondersitzung zur Windkraft in Heidelberg MM 6.2.2016 Ausschüsse beraten über Konzentrationszonen: Noch drei Standorte im Gespräch RNZ 8.2.2016 Windkraft in Heidelberg: Noch drei Standorte sind übrig RNZ 20.2.2016  Windkraft in Heidelberg: Drei Standorte werden weiter geprüft

 


 Unser Aufruf vom 28.10.2015:

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

In den Wäldern um Heidelberg (Global UNESCO Geopark,seit 17.11.2015 auf einer Stufe mit dem UNESCO Weltkulturerbe) sollen 4.100.000 qm Waldfläche für sechs sogenannte Windkraft-Konzentrations-Zonen (WKZ) zum Bau eines regelrechten Wind-Industrie-Parks ausgewiesen werden.

image Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit betreiben der Nachbarschaftsverband Rhein Neckar und die Stadt Heidelberg umfassende Windkraftpläne, die dazu führen, dass

Quelle: Nachbarschaftsverband.de
Quelle: Nachbarschaftsverband.de

das Heidelberger Neckartal (Schlierbach und Ziegelhausen) von 20 dieser Großwindanlagen umzingelt sein wird (von Ziegelhausen und Schlierbach aus betrachtet):

  • Sechs Anlagen im Westen auf dem Weissen Stein Süd
  • Vier Anlagen im Norden auf Dossenheimer Gemarkung
  • Fünf Anlagen im Osten auf dem Lammerskopf
  • Fünf Anlagen im Süden auf dem Auerhahnkopf

die Heidelberger Bergkette von 21 je 200 m hohen Windkraftanlagen weithin sichtbar dominiert sein wird (von Nord nach Süd):

  • Vier Anlagen auf Dossenheimer Gemarkung
  • Drei Anlagen auf dem Hohen Nistler
  • Sechs Anlagen auf dem Weißen Stein Süd
  • Fünf Anlagen auf dem Lammerskopf
  • Drei Anlagen auf Drei Eichen
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Größenvergleiche (Quelle: rettet-den-odenwald.de)

48% aller Windkraftzonen des Rhein Neckar Raums sind damit in Heidelberg (ca. 150.000 Einwohner) vorgesehen, lediglich 20% aller Windkraftzonen werden im Raum Mannheim (300.000 Einwohner) geplant. Noch drastischer: 40% aller Flächen des Nachbarschaftsverbandes  sollen rund um das Heidelberger Neckartal entstehen (knapp 10.000 Einwohner)! 

Alle Anlagen werden in Wäldern mit sehr hohem Erholungswert mit jeweils 200 m Höhe, 3.500 qm Grundfläche und 6,5 m breiten Zufahrtswegen entstehen.

Warum soll dies geschehen?

Um das erklärte Ziel der Grünen zu erreichen, bis 2030 den Strommarkt zu 100% auf erneuerbare Energie umzustellen. Robert Habeck, grüner Landwirtschaftsminister in Schleswig-Holstein und Kandidat für die Spitzenkandidatur der Grünen zur Bundestagswahl 2017 sagt allerdings ganz offen, was dies bedeutet:

  1. Bundesweit dreimal soviele Windkraftanlagen binnen 15 Jahren wie bisher und
  2. man müsse “quasi mit einer Planierraupe über das Land fahren und anderes wie Beteiligung, Naturschutz, Rücksicht auf das Lebensumfeld der Menschen hintenanstellen” (SZ 21.11.2015)

NOCH IST ZEIT DIES ZU VERHINDERN!

Der Grüne Habeck weiß: “Dies würde die gesellschaftliche Akzeptanz riskieren – das wäre fatal – auch für den globalen Klimaschutz”. Er fordert: Stattdessen solle man das Klima umfassender schützen – nämlich auch, indem neben dem Strommarkt die Industrie, die Wärme und der Verkehr in den Wandel einbezogen werden.

Aber in Heidelberg soll offenbar noch das  bisherige Grünen-Ziel durchgesetzt werden:

Exemplarisch  hier die offiziellen Aussagen der Stadt Heidelberg zur größten künftigen Windkraftzone Weißer Stein Süd mit sechs Windkraftanlagen:

Gebietssteckbrief:

  • Wasserschutzgebiet
  • Bedeutenden   Raum   für   die   Naherholung   und   den   Tourismus, hochfrequentierter Erholungswald
  • Landschaftsschutzgebiet  und  Naturpark, Waldrefugium

Der Umweltsteckbrief erwartet durch die sechs Anlagen mittlere (Stufe 3: braun)   bis hohe (Stufe 4: rot) Auswirkungen:

  • Erhöhte   Empfindlichkeit   gegenüber Schadstoffeinträgen in das Grundwasser
  • Deutlich verminderter Erholungswert
  • Windenergieanlagen  von weitem sichtbar

Bitte informieren Sie sich auf den Webseiten der Stadt und des Nachbarschaftsverbandes! Beachten Sie aber, dass auf diesen Seiten explizit der Blick aufs Ganze fehlt und eine Diskussion der Gesamtplanung sogar ausdrücklich nicht gewünscht wird: Völlig ausgeblendet wird, dass das Heidelberger Neckartal (Schlierbach und Ziegelhausen)  durch diese Planungen von 20 je 200 Meter hohen Windkraftanlagen regelrecht umzingelt werden wird.
Stellen Sie Fragen:

  • Warum wurden die Bürger nicht frühzeitig umfassend über diese dramatischen Veränderungen  Heidelbergs informiert?
  • Wo bleibt der Aufschrei aller Heidelberger Stadträte?
  • Warum geht die Planung so einseitig zu Lasten Heidelbergs und insbesondere des Heidelberger Neckartals? Am Wind liegt es sicher nicht, denn viele dieser Flächen liegen im Windschatten des Königstuhls.
  • Warum werden in Mannheim nur so wenige Flächen als geeignet identifiziert? Wurden die Kriterien zum Mindestabstand und Mindestgröße etwa absichtlich geändert um Mannheims Buga- und Konversionsplanungen zu schonen?
  • Warum wurden die US Airfields in Mannheim und Heidelberg nicht berücksichtigt; insbesondere das Coleman Airfield ist eine gigantische, weitgehend versiegelte  Freifläche, für die bisher keine vernünftige Nutzungsmöglichkeit gefunden wurde?

Geben Sie Rückenwind für Coleman Barracks (ca. 226,6Hektar): Ein vernünftiger Standort für einen kompakten Windpark im Rhein Neckar Raum: voll erschlossen, weitgehend versiegelt, keine Wohnbebauung in unmittelbarer Nachbarschaft, keine Erholungsfunktion, heutige Nutzung zu lediglich 20% durch die US Army, US Abzug zeitnah angekündigt, bislang trotz einjähriger Bürgerbeteiligung kein überzeugendes künftiges Nutzungskonzept; der Nachbarschaftsverband hat Coleman Barracks jedoch nicht in die aktuelle Planung einbezogen. Warum nicht? (Quelle: Stadt Mannheim)

 

Bedenken Sie: Egal wie man grundsätzlich Pro / Contra Windkraft eingestellt ist: Andere Bundesländer schützen ausdrücklich die 1. Bergkette. Und eine Konzentration von Windkraftanlagen wie im Heidelberger Neckartal ist bundesweit beispiellos!

Verlangen Sie den Stopp des gegenwärtigen Planungs-Verfahrens, das nach Jahren der Planung hinter verschlossenen Türen nun im Hauruckverfahren noch vor der Landtagswahl durchgezogen werden soll

Drängen Sie stattdessen auf ein neues, von Beginn an transparentes und faires Planungsverfahren, das Kriterien zu Grunde legt, die

  1. die Erhaltung des einzigartigen Erholungswert des Heidelberger Waldes für die Bürgerinnen und Bürger des Rhein-Neckar Raums voll umfänglich sicherstellen,
  2. die 1. Bergkette zu Rhein und Neckar ausdrücklich ausnehmen
  3. stattdessen die Konversionsflächen in Mannheim und insbesondere die Coleman Barracks in die Planungen einbeziehen und somit
  4. sicherstellen, dass die Lasten gleichmäßig auf die Gemeinden des Nachbarschaftsverbandes verteilt werden (insbesondere geringere Mindestabstände in bereits industriell vorgeprägten Landschaften; Verzicht auf die 3 Anlagen Regel in hochverdichteten Räumen und auf landwirtschaftlichen Nutzflächen in der Ebene)

und im Anschluss ein echtes Bürgerbeteiligungsverfahren.

Wie der Heidelberger Umweltexperte Dieter Teufel zu den Forderungen von gegenwind21.org steht lesen Sie hier: RNZ vom 16.11.2015

Helfen Sie mit und teilen Sie diese Information, schreiben Sie Stellungnahmen, wenden Sie sich an Ihre Bezirksbeiräte und Stadträte, an den OB und die RNZ, kurzum: MACHEN SIE IHRE STIMME SICHT- UND HÖRBAR!

Exemplarisch finden Sie hier das Schreiben eines Heidelberger Physikers vom 8.11.2015 an den Nachbarschaftsverband.

 

Auf unserer Website können Sie

Mit nachbarschaftlichem Gruß
Ihre Nachbarschafts-Initiative gegenwind21.org

 

Hier aktuelle Fotos des Gegenwinds in Heidelberg

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Gegenwind am 29.11.2015 in der Halle02

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image2015-11-11_16.13.23IMG_4762Schmeilweg von der Altstadt aus gut sichtbar